'unsere' Nordsee

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Deutsche Bucht
Hafen von Borkum
Hafen von Wilhelmshaven
Hafen von Cuxhaven
Helgoland
Hafen von Büsum

Allein der Name lässt leicht schaudern. Sie ist so berühmt, wie berüchtigt. Unser Revier erstreckt sich weit über die Grenzen der Deutschen Bucht bis zur Dogger Bank oder im Norden bis zum Skagerrak. Die meisten unserer Wracktauchfahrten führen uns jedoch zu den Wracks um Helgoland oder vor Borkum.

Zu Beginn und zum Ende der Saison können wir Wracktauchexpeditionen oder Wracktouren in der Nordsee unternehmen. Unser Abgangshafen dazu ist üblicherweise Cuxhaven. Aber auch Wilhelmshaven, Büsum, Bremerhaven oder Borkum können als Ausgang gewählt werden. Meistens führen uns die Fahrten in das Seegebiet um Helgoland, wo wir Wracks wie das deutsche U-Boot UC71 (für das es nur mit Mühe eine Sondergenehmigung gibt), das vermeintliche Wrack der Eulomene einige Frachtschiffe, Kriegsschiffe oder auch U-Boote betauchen. Abwechslung oder eine Wetteralternative bieten Naturtauchgänge in der Durchfahrt zwischen Helgoland und der Düne oder auf dem Steingrund.

Das Besondere am Nordseetauchen ist primär die Abhängigkeit von den Gezeiten (Ausführliche Info: siehe link) und der damit verbundenen Strömung während der Ebbe (ablaufendes Wasser) und der Flut (auflaufendes Wasser). Das Sporttauchen ist nur wärend der strömungsfreien Zeit möglich. Durch Wettereinflüsse ist die Vorhersage der strömungsfreien Zeit auch mit aktuellen Gezeitentabellen, denen man die Stillwasserzeit (Hoch- oder Niedrigwasser) entnehmen kann, nicht präzise möglich. Es erfordert viel Erfahrung den optimalen Tauchzeitpunkt zu finden - und trotzdem geht es häufig schief, da es am Wrack selbst einen starken Tiefenstrom geben kann, obwohl an der Oberfläche keine Strömung herrscht. Nur die Nutzung der Pegel- und Wetterdaten und umfangreiche Rechenmodelle erlauben eine relativ zuverlässige Vorhersage. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bietet seit kurzem die Möglichkeit diese Daten auch privat zu nutzen. Wir haben die Möglichkeit die Strömungsvorhersagen als GRIB-Daten auf unserer elektronischen Seekarte darzustellen. Aber auch das sind nur Oberflächendaten.

Die Nordsee, oder besser die deutsche Bucht, in der wir uns zumeist aufhalten, ist sehr wetterempfindlich. Wenn es bläst, kommt der Wind häufig aus Nordwest. Der große Fetch (Strecke, die der Wind über die Wasserfläche streifen kann) führt dann schnell zu hohen Wellen und macht das Tauchen unmöglich. Anders als in der Ostsee bietet die Nordsee wenig Möglichkeit sich zu verstecken und in Lee (windabgewante Seite) einer Insel bei ruhigem Wasser zu Tauchen. Um das Wetterrisiko zwischen den Tauchern und uns aufzuteilen haben wir eine Wetterklausel in unsere Verträge eingebaut, die eine anteilige Erstattung der Charter vorsieht, wenn an einem Tag gar nicht getaucht werden kann.